Unterwegs in Okzitanien – Der Reisekanal
Teil 2: Im Land der Katharer – Von Carcassonne nach Beziers
Die heutige französische Verwaltungsregion Okzitanien umfasst nur knapp die Hälfte der historischen Kultur- und Sprachregion gleichen Namens. Obwohl keine politische Einheit bestand, ist die Region für seine mittelalterliche Kultur bekannt. Hier wirkten die Katharer und Okzitanisch war die Sprache der Troubadoure.
Die Katharer, die Reinen, waren eine christliche, dualistische Bewegung, die versuchten, eine Gegenkirche aufzubauen. Von der römisch-katholischen Kirche wurden sie als gefährliche Bedrohung angesehen und als Häretiker bekämpft, was schließlich im Albigenserkreuzzug von 1209-1229 gipfelte, der große Teile Okzitaniens verwüstete.
Die zweite Tour durch Okzitanien startet in Carcassonne. Über das alte Dörfchen Lagrasse in den Corbières und den kleinen Kurort Alet-les-Bains geht es nach Rennes-les-Chateau. Nur 50 km weiter westlich erhebt sich die legendäre Gralsburg Montségur. Foix befindet sich an der Ariège und in einem Seitental des Flusses die Höhle von Niaux. Über den 2001m hohen Col de Pailhères und die extrem enge Galamus-Schlucht gelangt man zu den Katharerburgen Peyrepertuse und Quéribus. In den katalanischen Pyrenäen liegt Villefranche-de-Conflent und 50km weiter flussabwärts an der Tet Perpignan. Direkt am Mittelmeer erstreckt sich Collioure. Weiter nördlich im Hinterland des Mittelmeeres liegen die Städte Narbonne und Béziers, wo die Tour endet.
Wer mehr über die Mythen in der Region (wie z.B. dem Heiligen Gral, dem Schatz der Katharer, Abbé Saunière und Rennes-le-Chateau) erfahren möchte, dem sei das Video “Hotte auf der Suche nach dem Heiligen Gral” empfohlen: https://youtu.be/-X-QqefN3DM