Gottesdienst LIVE | EfA Stuttgart | 11.05.2025
Test test Kopfhörer. Das ist doch Tasche, oder? Äh ja, kommt auch was. Test. Also, man hört nichts, meine ich. bei der Master gemütet. Soll ich Marina schon mal reinsetzen zurecht? [Musik] เ [Musik] [Applaus] เ [Musik] เฮ เฮ [Musik] [Applaus] [Musik] เ [Musik] einen wunderschönen guten Morgen. Ich darf euch und Sie alle ganz ganz herzlich begrüßen zu unserem zweiten Ampuls Gottesdienst in diesem Jahr, der auch gleichzeitig auf den Muttertag fällt. Insofern hoffe ich, dass alle Mütter entsprechend geehrt und gewertschätzt wurden von ihren Kindern heute durch selbstgebasteltes oder selbst erdichtetes, vielleicht von beiden. Und ihr seid alle gut hier angekommen nach einem wunderschönen Muttertagsfrühstück. Ja, es ist der zweite Gottesdienst mit dem Thema Ampuls oder unter dem in der Impulsreihe. Mit dieser Ampulsreihe in den Gottesdiensten möchten wir tiefer in Sehnsüchte der Menschen eindringen. Wir möchten denen auf den Grund gehen, so wie es in der Einladung steht. Und ich wir freuen uns über jeden einzelnen, der diese Einladung angenommen hat. Und wenn Sie heute zum ersten Mal bei uns hier in der Gemeinde sind, dann dürfen Sie sich auch anschließend gerne noch mehr äh ja erkundigen, Informationen über unsere Gemeinde einholen. Das geschieht vorne am Infopunkt. Dort gibt man Ihnen alle Informationen oder beantwortet die Fragen, die Sie haben. Und wenn Sie Erfolg und Glück haben, dann kriegen Sie auch noch ein kleines Mitgipsel dann zum Abschied geschenkt. Das erste Thema hieß nie wieder allein. Der Weg aus der Einsamkeit. Das war im März das Thema und heute lautet das Thema: Wenn die Wunde bleibt, Vergebung, die wirklich heilt. Wie können wir diese erlangen? Mein Name ist Rindolge und ich darf Sie und euch heute durch diesen Gottesdienst führen. Was erwartet uns heute? Der wichtigste Teil ist natürlich der Vortrag von unserem Pastor Thomas Povileid, der eben über dieses Thema sprechen wird. Und meine Aufgabe ist es uns ein bisschen in dieses Thema hinzuführen, was ich dann auch im Laufe der Moderation dann versuchen werde. Singen ist auf jeden Fall erstmal ein guter Beginn, damit wir so ein bisschen in Stimmung kommen, damit wir uns hier wohlfühlen und deswegen möchten wir auch jetzt mit dem ersten Lied passend zum Thema beginnen. Versöhnung, vergeben, verzeihen. Das sind die Begriffe, die mit diesem Thema heute zu tun haben, nachdem wir uns alle sehnen. Diese Begriffe sind immer positiv besetzt. Niemand würde sagen, Versöhnung ist was schlechtes. Vergeben ist etwas Schlechtes. Verzeihen ist etwas, was man niemals tun sollte. Nein, wir alle sagen, das ist was sehr, sehr, sehr gutes. Und ja, wie sind diese Begriffe? Wie wie ist das, wenn man sich versöhnt, wenn man vergibt, wenn man verzeiht? Sie sind vielleicht wie ein Fest nach langer Trauer oder wie ein Feuer in der Nacht, wie Regen in der Wüste oder wie ein Schlüssel aus einem Gefängnis. So ist Versöhnung. So stellen wir uns den wahren Frieden vor. Jetzt freuen wir uns auf das erste Lied, was genau diese Begriffe zum Thema hat. [Musik] Ja. Zauern Feuer in der Nacht. ist nur in einer Mauer für die Sonne aufgewacht. Wir lieben schweigen wie ein unter Gust an Toten zweigen dich trotz dem Bus istung. So muss der sein. So ist der Söhnung. So ist der Gegenung verzeit. So ist der Söhnung. So muss der W sein. So ist der Südung. So ist der jeder Zeit. [Applaus] Regen in der Wüste frischer Tau auf düren ein denken für vermisste Feinde an den Hand. Wir Schlüssel im Gefängnis Seot in See, wie ihr ein Weg aus der Strahlen sich so ist Versöhnung so muss der Wahl Friede sein. So ist der Südung, so ist der geben und der Seit so ist der Sündung. So muss der Wah sein. So ist Versöhnung. So ist er geben und [Musik] verzeih von Toten leben. Wir der Hoffnung weg. Wie ein Licht auf Steinen klippen, wie ein Herteil neuen wie der Frühling, wie der Morgen, wie ein Lied wie ein Geleg, wie das Leben in wie die Liebe, wie Gott selbst das wahre Lib ist Versöhnung. So wird der Wahri sein. So ist der Söhnung. So ist geben und verzeit. So ist der Söhnung. So der Wah sein. So ist Söhnung. So ist er geben und verzeit. [Musik] Ja, das waren jetzt viele Beispiele, wie Versöhnung, wie vergeben, wie verzeihen ist. Und ganz am Ende hieß es wie Gott selbst, das wahre Licht. Und dieser Gott ist es, der jetzt auch hier mitten unter uns ist. Das ist ein Gott, der lebt, der ist da. Der ist nicht irgendwie ein Geschöpf im Himmel, der irgendwann mal irgendetwas gemacht hat, sondern es ist ein lebendiger Gott, an dem wir glauben. Und ihn wollen wir jetzt bitten und ihm wollen wir jetzt danken. Und wenn es möglich ist, dann steht doch gerne dazu auf, das machen wir, um ihm da Respekt zu zollen. Himmlischer Vater, möchte dir ganz herzlich danken, dass du ein lebendiger Gott bist, dass du auch jetzt hier bist mitten unter uns. Ja, dass du uns Versöhnung, Vergebung geben willst. Du hast dies getan, indem du deinen einzigen Sohn geopfert hast für uns am Kreuz. Er hat uns Vergebung für unsere Sünden gegeben und er ist unsere Erlösung, damit wir zu dir kommen dürfen. So wie wir jetzt hier stehen, dürfen wir vor dir stehen und dürfen dich um alles bitten. Du hast uns angenommen als deine Kinder. Dafür danken wir dir ganz ganz herzlich und danken dir, dass wir heute diesen Gottesdienst auch zu deiner Ehre feiern dürfen. Amen. Nimmt gern wieder Platz. Ja. Es geht heute um Wunden, um tiefe Wunden. Und da dieses Thema doch sehr sensibel ist, haben wir oder habe ich mir überlegt, dass wir die Kinder etwas früher als sonst in die Kinderstunden entlassen. Und bei uns ist es üblich, dass wir ein Kinderlied singen, bevor die Kinder in ihre Kinderstunden gehen. Und das wollen wir jetzt auch tun. Dieses Lied heißt Jesus kam für dich. [Musik] für Jesus für Jesus für uns als Wetter und her Jesus kam für dich. Jesus kam für mich. Jesus kam für dich und Er ist Herr der ganze Welt. Darum mach dich auf dem Weg. Wer in such der Fel Jesus für dich. Jesus für mich. Jesus gab für uns als Wetter und Herr Jesus kam für dich. Jesus kam für mich. Jesus kam für dich und mich. Für die Schuld der ganzen Welt machte er sich auf dem Weg. Schau mit wir leen. Jesus kam für Jesus kam für mich. Jesus kam für uns als Retter und Herr. Jesus kam für dich. Jesus kam für dich. Jesus kam für dich. Ich und Vergebung. ist tatsächlich ein aktuelles Thema, wie wir hier am der Wand sehen können. Ihr seht ein Magazin und da ist das Thema, die Kraft der Vergebung. Als Untertitel steht dort, wie gut es unserer Seele tut, wenn wir anderen verzeihen. Können wir das schaffen? Und Vergebung verzeihen. Ist es das gleiche, wenn man jemanden verzeiht oder wenn man jemanden vergibt? Gibt’s da einen Unterschied? In diesem Artikel aus diesem bekannten Magazin werden uns mehrere Schicksale vorgestellt, sieben an der Zahl. Wir haben in dem nächsten Bild Gisela Meer. Ihre Tochter Nina wurde von einem Amakläufer auf dem Schulflur erschossen. Nina, die Tochter war Lehrerin in Winnenden. Ein zweites Schicksal, das ist Stefan Tiefenbacher. Er verlor seinen linken Arm und sein Gedächtnis bei einem Verkehrsunfall. Ein entgegenkommendes Fahrzeug geriet in einer Kurve auf seine Spur. Den Unfallfahrer hat er niemals kennengelernt. Oder ein drittes Beispiel, aber Gale. Ihre Tochter Katherine wurde erstochen von einem Mann, der dann ins Gefängnis kam. Sie ist die einzige, die Kontakt zu dem Mörder ihrer Tochter hatte und auch eine Verbindung zu ihm aufgebaut hat. Dafür hören wir nachher noch ein bisschen mehr. Ein viertes Schicksal, Martina Fason. Ihre Mutter gab sie direkt nach der Geburt in ein Heim. Ihr ganzes Leben hat sie sich gefragt, warum tat diese Frau das? Lag es an ihr? Ein fünftes Beispiel: Eva Moses Kor. Ihre Familie wurde von den Nazis in Ausschwitz ermordet. Ismael Kib. Sein Sohn Ahmed wurde im Westjordanland auf offener Straße erschossen von einem israelitischen Soldaten. Der Sohn wurde nur zwei Jahre älter als die zehnjährige Tochter, die auf dem Rücken ihres Vaters zu sehen ist. Und das letzte Beispiel, Irmgart Meisner. Sie wurde mit 14 Jahren in einem 200 Seelendorf vergewaltigt. Jahrelang musste sie diesem Mann, der ihr drohte, dass wenn sie jemals etwas davon an die Öffentlichkeit äh sagt oder bringt, dass er ihr was antun würde, auf Volksfesten auf dem im Dorf begegnen, ihm in die Augen blicken. Das sind sieben dramatische, zugegeben dramatische Schicksale, den wir hier begegnen, die hier auf und diese Schicksale stehen unter dem Titeln verzeihen. Wie kann man den Tätern verzeihen? Sie alle haben eines gemeinsam. Ihnen wurde großes Leid zugefügt. Konnten Sie den Personen, die ihn das angetan hatten, verzeihen? Was bedeutet jetzt verzeihen überhaupt? Im Deutschen gibt es einen großen Unterschied zwischen verzeihen und vergeben. Verzeihen ist akzeptieren, das Akzeptieren einer Handlung. Das heißt, ich nehme an, was mir angetan wurde, vielleicht das zurückziehen eines Vorwurfs oder das Loslassen von negativen Emotionen auf die Person, die die Handlung begangen hat. Das allein klingt schon sehr sehr schwierig. Das ist bestimmt nicht einfach. Und trotzdem vergeben. Vergeben ist etwas ganz anderes. Vergegen bedeutet die Schuld auszulöschen, die Handlung nicht mehr der Person zuzurechnen, die sie begangen hat, die Schuld zu erlassen. In der Bibel sehen wir diesen großen Unterschied. Sünden werden nicht verziehen, Sünden werden vergeben. Das ist ein großer Unterschied, ob unsere Sünden ausgelöscht werden, nicht mehr uns zugezählt werden, damit zu wir zu Gott kommen können, oder ob sie uns einfach nur verziehen werden. Wir sehen, vergeben ist etwas viel höheres als verzeihen. Diesen Unterschied macht der Artikel nicht deutlich. So viiel zum Thema gut Journalismus. In den Artikel lesen wir, dass fünf dieser Opfer, dass sie den Tätern verziehen haben oder deren Tat akzeptiert haben. Sie haben es hingenommen und haben gelernt, damit umzugehen. Moses hat den Nazis vergeben, sagt sie, wohlwissend, dass es andere Überlebende gibt, die es für anmaßend halten, dass eine, die mit ihrem Leben davon gekommen ist, den Mördern vergibt. Kann sie das nur? Abagil spricht davon, dass sie gelernt hat, in dem Mörder ihrer Tochter auch ein Kind Gottes zu sehen. Sie konnte ihn sehen, wie Gott ihn sieht, ihn mit Gottes Augen sehen. und darüber, wie dieses geschehen kann, da wird uns nachher Thomas davon erzählen, berichten und sein Vortrag darüber halten. Wir wollen jetzt noch ein Lied davor singen. Da geht es genau um diese Dinge. Das Leben sieht ganz anders aus, wenn wir mit Gottes Augen sehen. Wir lernen anders mit der Welt und mit uns selber umzugehen. So heißt es im Refrin. Und danach kommt dann der Vortrag von Thomas. [Musik] [Musik] festen halten. Das ist uns alles nur von Gott geliebt. Wir dürfen es verwalten, wir dürfen es gestalten und geben es zurück an ihn. Wir voreinander fallen. Das bringt uns alles noch vor Gott nicht weit. Durch unsen schalen aus und das schaut er in unsere Einsamkeit. Sie ganz anders aus, wenn wir mit Gottes Augen sehen. Wir werden das mit der Welt und uns her um zu gehen. Die Menschen, die uns nicht behagen, die sind von Gott geliebt, von Gott begehrt. Er ließ sich für sie schlagen. Wie können wir da wagen zu tun als seien sie nicht w dass sie ganz [Musik] anders, wenn wir mit Gottes Augen sehen. Wir werden anders mit der Welt und mit uns her umzugehen. Was wir so fest in Händen halten, das ist uns alles nur von Gott genieht. Wir dürfen es veralten. Wir dürfen es gestalten und geben es zurück an. Ja, ihr seht es hier auf der Folie hinter mir. Es geht um die Reihe Beziehungen, die dein Leben verändern. Und äh darin hat es eben schon eingeführt. Es geht heute um, wenn die Wunde bleibt, Vergebung, die wirklich heilt. Und ich habe diese Beispiele, die du da äh präsentiert hast, jetzt auch das erste Mal gehört. Hab mir gerade überlegt, was würde ich machen, wenn ich diesen Personen gegenüber sitze? Ich glaube, ich würde erstmal schweigen und gut zuhören. Ich glaube auch, dass Vergebung bei so einer dramatischen Situation ein Prozess ist, der nicht schnell hinter sich gebracht wird, sondern der manchmal auch ein Leben lang dauert. Aber Vergebung ist ein Thema. Ich glaube, das geht uns alle an. Das hat jeder schon mal erlebt. Du wurdest verletzt und dann bleibt da manchmal eine Wunde zurück und diese Wunde will und will nicht heilen. Und jedes Mal, wenn ich an den Fritz oder die Frieda denke, dann kommt’s in mir hoch, was sie mir angetan haben. Ich weiß nicht, ob du diese Gefühle kennst. Und die Frage ist dann, wie gehe ich mit diesen Gefühlen um? Der Titel allein macht ja schon deutlich, dass wir Vergebung durchaus auch als Schlüssel sehen können, damit die Wunde heilt. Aber das ist nicht so einfach. Ihr habt schon auf dem nächsten Bild die Diana Ortitz gesehen. Diana Ortitz ist eine Nonne, die im Hochland Guatemalas einheimischen Kindern lesen und schreiben beigebracht hat. Und dann kam der 2. November 1989, schon eine Weile her, aber sie wurde dann entführt, sie wurde gefoltert und sie wurde vergewaltigt vom ganz normalen Militär. Und irgendwann begriffen die Soldaten, Mensch, diese Frau ist amerikanische Staatsbürgerin. Was haben wir da gemacht? Und sie haben sie eben entlassen, weil sie Angst bekommen haben. Und Ortes wurde dann er sagte dann, sie hat sie in diesem Buch da geschrieben, wie sie einfach von dieser Folter wieder zurückfand. Sie sagte, ich wurde nicht gefragt, weder von Freunden noch von Fremden, ob meine Regierung in irgendeiner Form für Gerechtigkeit für mich gesorgt hätte. Ich wurde gefragt, ob ich den Tätern vergeben habe. Sie wollten, dass ich vergebe, damit sie weitermachen können. Wenn ich vergeben würde, dann würde alles gut für sie. Ich fand es einen spannenden Satz. hilft Vergebung der Opfer den Tätern sich ihrer Verantwortung zu entziehen und einfach weiterzumachen. Darüber muss man mal nachdenken. Stehen Vergebung und Gerechtigkeit nicht in einem Widerspruch zueinander? Dass man sagt, diese beiden Dinge, die können gar nicht miteinander unterwegs sein. Und ist das vielleicht meine Angst, die mich umtreibt? Wenn ich dem anderen vergebe, dann stelle ich ihm doch quasi einen Freibrief für sein Verhalten aus. Aber meine Wunde heilt durch diese meine Haltung nicht. Wenn ich verletzt werde, dann spüre ich doch den Wunsch, den, der mich verletzt hat, dazu zu bringen, seine Schuld zu begleichen. Oder ich will ihn bestrafen. Ich bestrafe ihn, indem ich ihm z.B. ein schlechtes Gewissen einrede oder indem ich abwarte, dass ihm etwas Schlimmes passiert. oder ich helfe nach, indem er auch mal erlebt, wie das ist auf der Seite eines Opfers zu stehen, dem etwas Schlimmes passiert. Das ist dann Gerechtigkeit. Kennst du dieses Denken? Also, ich bin mit diesem Denken aufgewachsen und dieses Denken will meinen Kopf immer wieder kern. Und ich spüre, durch Vergebung nehme ich mir die Chance der Rache, aber ich nehme mir auch die Chance, dass meine Wunde heilt. Und deshalb bleibt meine Wunde und deshalb tut sie weh. bei dem nächsten Bild, dass ihr seht, könnte das mir vielleicht passieren, wenn du dich über diese Predigt ärgerst und aus Ärger die Heckscheibe von unserem Auto einschlägst, dann sind wir ganz praktisch beim Thema Vergebung. Also kannst du dir überlegen. Und wie ist es dann? Entweder du zahlst die Scheibe oder ich zahle sie für dich. Oder ich zahle die Scheibe indirekt, indem unsere Scheibe ebenso perforiert bleibt. Äh und wenn der Winter kommt, dann friere ich und dann erkälte ich mich, weil du meine Scheibe eingeschlagen hast. So ist es mit Schuld. Einer zahlt am Ende immer. Und wenn es um Ansehen, wenn es um Glück, wenn es um Beziehung geht, dann ist das sehr oft auch mit Leiden verbunden. Und deshalb kann man auch sagen, einer leidet am Ende immer. Entweder der Täter leidet, also du, weil du mir meine Scheibe eingeschlagen hast, oder ich vergebe dir, aber dann leide ich an deiner Stelle. Und hier merken wir äh Vergebung ist emotional immer teuer. Vergebung ist nicht umsonst zu haben. Fällt es mir deshalb schwer zu vergeben, selbst wenn ich weiß, die Wunde könnte heilen? Ich denke an die Geschichte von Steffen und Justus. zwei total verschiedene Typen. Justus hat ein Startup gegründet. Es läuft richtig gut. Ist ja nicht bei jedem Startup so, aber bei Justus war das so. Sein Konto wächst und wächst. Der hat gar keine Zeit zu überlegen, was er mit seinem Geld macht und offen gesagt auch gar keine Lust, sich irgendwie näher damit zu beschäftigen. Also Tagesgeldkonto hat er gemacht, Festgeld hat er gemacht, reicht. Ja, hat eh genug davon. Und dann kurz vor Weihnachten, im letzten Jahr kommt Steffen um die Ecke. Steffen ist kein Firmenlenker, aber Finanzfreak. Aktien, ETFs, das sind seine Welt. Wenn Steffens morgens aufsteht, dann hat er schon jede Menge Kohle verdient. Auf jeden Fall mehr als du wahrscheinlich kurz nach dem Aufstehen. Aber irgendwann ist das natürlich so. Du bist auch an der Kapazitätsgrenze oder Hebelgrenze, hat alles ausgenutzt. Also er kommt da nicht mehr weiter. Er braucht Kohle, um mehr Kohle zu machen. Und deshalb macht er dem Justus ein super Angebot. Er sagt zu ihm: “Gib mir 3 Millionen und ich gebe dir in 6 Monaten dreieinhalb Millionen zurück und den Rest, den behalte ich.” Das ist so eine Win-Win Lösung. Ja, er wird mehr wahrscheinlich verdienen und der Justus ist da tatsächlich drauf eingegangen, hat ihm diese 3 Millionen gegeben und Steffen hat investiert. Steffen hat investiert in S&P 500, ganz klar und in Novo Nordisk. Die machen Insulin, die machen Abnehmmittel. Ja, kann man immer brauchen. Also ganz solide Firma. Und dann, ihr habt es mitbekommen, wahrscheinlich Mitte Februar stürzen die Kurse brutal ab. Also ähm bis heute haben Kurse sich zum Teil halbiert. Also nichts mit 3,5 Millionen. Steffen hat plötzlich 1,5 Millionen Schulden und das kann er dem Justus nie zurückzahlen. Das war eine dramatische Szene in Justus Büro. Jostus war völlig aus dem Häuschen und hat damit gedroht, sein Geld eben einzuklagen und es hätte bedeutet, dass Steffens Familie in eine Notwohnung ziehen müsste und Steffen selbst wäre im Gefängnis gelandet. Dramatisch. Der Steffen hat an Tränenreich darum gebeten, dass Justus ihm erlauben soll, ihm jeden Monat 1000 € zurückzuzahlen. Mehr geht im Moment nicht. 1000 € um 1,5 Millionen zurückzuzahlen. Wie lange willst denn da zahlen noch mit Zinsen? Ist aussichtslos. Und irgendwie hat’s den Justus doch gepackt und plötzlich sagt, er Steffen, ich vergebe dir, dass du mein Geld so leichtfertig investiert hast. Ich trage den Verlust selbst. Das heißt es ja. Streich meine letzten 50 Sätze und du bekommst keine Post von meinem Rechtsinwald. Hier greift also die Tatsache, einer bezahlt immer. Hier ist es der Justus. Aber das nächste Bild soll deutlich machen. Die Geschichte geht natürlich weiter. Steffen war überglücklich, dass das geklappt hat, aber ihr könnt euch vorstellen, der hat vorher eine Menge Kohle verdient und wenn du dann plötzlich zurückgeschraubt wirst auf ein gewisses Budget, damit muss erstmal klar kommmen. Steffen kam damit nicht so gut klar mit seinem schmalen Budget. Deswegen hat er bei Anna angeklopft. Er hatte ihr 5000 € geliehen, damit sie ihre 20 m² Studentenwohnung bezahlen kann. Die hat natürlich auch noch gejobbt. Ja, aber die 5000 € die waren für sie sehr wichtig. Wenn sie mit dem Studium durch ist, dann zahlt sie es ihm zurück. Aber im Moment war sie nicht besonders flüssig. Und der Steffen hat da richtig Aufstand gemacht und gesagt, ich brauche die 5000 €. Und Anna hat gesagt, ich muss von irgendwas meine Wohnung bezahlen. Ich job natürlich schon, aber das ist meine Reserve, die ich brauche. Und wenn ich dir den Rest gebe, dann stehe ich auf der Straße, dann kann ich mein Studium knicken. Steffen, ich flehe dich an, warte. Aber nein, Steffen hat nicht gewartet. Eine Woche später lag die Zahlungsaufforderung vom Rechtsinwald in ihrem Briefkasten mit der Androhung eines Vollstreckungsbescheides, falls sie nicht vollständig zahlt. Ich weiß nicht, wie diese Geschichte auf dich wirkt. Ich habe die Idee von Timothy Keller, aber ich habe mir diese Geschichte nicht ausgedacht. Diese Geschichte hat im Original Jesus erzählt. Er hat sie erzählt auf eine Frage hin. Wie soll ich denn dem anderen vergeben? Und ich werde den Bibeltext dieser Geschichte gleich lesen. Und wenn ich das Wort Knecht vorlese, dann denk für dich einfach Steffen, denn dieser Knecht ist Steffen. Und vielleicht sind auch wir in manchen Beziehungen genauso wie Steffen. Möchte es mal lesen aus Matthäus 18 ab Vers 21. Etwas längerer Text. Aber ihr werdet die Geschichte von eben dort wieder erkennen. Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der gegen mich sündigt, vergeben? Bis sieben mal. Jesus spricht zu ihm: Ich sage dir nicht bis sieben mal, sondern bis 70 x 7. Deswegen ist es mit dem Reich der Himmel wie mit einem König, der mit seinem Knecht abrechnen wollte. Als er anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der 10 000 Talente schuldete. Da er aber nicht zahlen konnte, befahl der Herr ihn und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und damit zu bezahlen. Der Knecht nun fiel nieder, bat ihn kniefällig und sprach: Herr, hab Geduld mit mir und ich will dir alles bezahlen. Der Herr jenes Knechtes, aber wurde innerlich bewegt, gab ihn los und er ließ ihm das Ding. Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hunderte Nare schuldig war. Und er ergriff und wirkte ihn und sprach: “Bezahle, wenn du etwas schuldig bist.” sein Mitknechten nun fiel nieder und bat ihn und sprach: “Habe Geduld mit mir und ich will dir bezahlen.” Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihnen sein Herr herbei und spricht zu ihm: “Böser Knecht, jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest solltest. nicht auch du dich dieses Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Folterknechten, bis alles bezahlt, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt. Krasse Geschichte. Und Jesus will mit dieser Geschichte deutlich machen. Der König ist Gott und ich stehe als Knecht Steffen bei Gott ganz tief in der Schuld. Wenn wir hier mal von einem Arbeiterjahresauskommen ausgehen von 40.000 € oder Einkommen, dann geht es, das haben kluge Leute ausgerechnet um 400 Milliarden. 80% der Staaten dieser Erde können das noch nicht mal als brutozialprodukt vorweisen. Also, da wird deutlich, das ist eine Schuld, die kann ich nie und nimmer bezahlen. Und es ist natürlich auch eine Frage, die ich hier nicht unbeantwortet lassen kann. Warum stehe ich denn in Gottes Schuld? Ich bin mir dessen gar nicht bewusst, dass ich bei Gott irgendeine Schuld hätte. Die Bibel sagt, Gott hat mich gemacht und deshalb hat Gott einen Anspruch auf mein Leben. Und was ich tue, ist, dass ich Gott diesen Anspruch auf mein Leben verweigere. Gott kommt in meinem Leben nicht wirklich vor. Ich lebe für mich selbst. Die Frage, wann habe ich das letzte Mal an Gott gedacht? Ich äh saß gestern jemandem gegenüber, der in Ostdeutschland unterwegs ist und ich habe gesagt, na ja, ihr habt ja viele Leute, die sind Atheisten dort und er schaut mich an und sagt, wenn ich Atheist bin, dann habe ich mich bewusst dafür entschieden, dass es keinen Gott gibt. Aber ich habe eher mit Menschen zu tun, die vergessen haben, dass sie Gott vergessen haben. Und vielleicht ist es das. Wir haben vergessen, dass wir Gott vergessen haben, dass wir für uns selbst leben. Und die Bibel nennt diesen selbstzentrierten Lebensstil Sünde. Das heißt übersetzt Zielverfehlung. Ich verfehle das Ziel, das Gott für mein Leben hat, nämlich eine tiefe Beziehung. Und das ist Thema, um das es heute geht, Beziehungen, diese tiefe Beziehung zu ihm zu bekommen. Ich habe Gott vor die Tür meines Lebens gesetzt. Ich brauche ihn nur zur Dekoration. Ostern, Weihnachten, das ist ganz nett mal bisschen christliches zu machen, aber ansonsten kommt Gott in meinem Leben nicht wirklich vor. Klar, durch diesen gottlosen Lebensstil sammle ich auf der Straße des Lebens natürlich eine Menge Sündenmüll auf, wie Neid, Lüge, unreine Gedanken, Hass, Hinterhältigkeit. Aber das Entscheidende ist, dass ich mich selber zum Zentrum meines Lebens mache. Und das ist Schuld in meinem Leben. Wenn Gott mir meine Lebensrechnung präsentiert, dann sind das die roten Zahlen und rote Zahlen auf einer Rechnung sind nicht gut. Aber die gute Nachricht ist und das schimmert auch in dieser Geschichte schon durch, Gott will mir Schuld erlassen, aber das kann er nicht einfach so. Das haben wir gerade gelernt. Einer leidet immer, wenn es um Vergebung geht. Und damit Gott mir meine Schuld erlassen kann, hat er seinen Sohn leiden lassen. Weil Gott mich verfluchen muss wegen meiner Sünde, hat er meine meine Schuld auf seinen Sohn gelegt und er hat ihn verflucht. Hast du schon mal jemanden gesehen, der zusammengeschlagen wurde? Der sieht grün und blau aus. Da kannst du nicht mehr erkennen, welche Augenfarbe er ursprünglich gehabt hat, weil er total angeschwollen ist. So sieht Jesus aus. Und es sieht so aus wegen meiner Sünde. Er durchleidet am Kreuz diese grausame Trennung von Gott. Die hätte ich durchleiden müssen. Einer leidet immer, aber das ist an dieser Stelle Jesus. Er ging in die Nacht meiner Sünde, damit ich die Möglichkeit habe, in Gottes Licht treten zu können. Das ist auf der einen Seite unfassbar schrecklich, aber auf der anderen Seite faszinierend, hoffnungsvoll. Ich kann eine Beziehung zu Gott bekommen, weil meine Schuld auf Jesus liegt. Sie muss nicht mehr auf meinem Leben liegen. Aber ich habe die Verantwortung zu Gott zu kommen und ehrlich zu bitten: Herr, vergib du mir den Hochmut in meinem Leben dir gegenüber. Vergib du mir mein selbstbestimmtes Leben. Ich will ab heute für dich leben. Und diese bewusste Entscheidung, die nennt man Umkehr zu Gott. Und bei dieser Umkehr, das ist unser Thema, da verlebe erlebe ich Gottes Vergebung, da bekomme ich eine Beziehung zu ihm. Und davon redet unser Text. Gott hat mir so viel Schuld vergeben, aber ich bin bereit, ich bin herausgefordert, auch dem zu vergeben, der mich verletzt hat. Und das ist der Punkt, den Jesus mit dieser Geschichte uns heute morgen rüberbringen möchte. Um die moderne Geschichte von Steffen noch mal aufzugreifen. Wer ist die Anne in deinem Leben? Warum willst du ihr oder ihm nicht vergeben? Ihr seht’s auf der Folie hinter mir. Gott sagt dazu: “Böser Knecht, jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest. Solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie ich mich deiner erbarmt habe?” Und hier wird deutlich, Vergebung habe ich vielleicht bisher immer horizontal gesehen und das ist ja auch wichtig, aber Vergebung hat auch eine vertikale Dimension. Wenn ich es nur horizontal sehe, dann lande ich bei drei verschiedenen Vergebungsmöglichkeiten. Das habe ich auch bei Tim Keller gelesen. Er sagt, das erste ist, und das erlebst du in den Medien mit, keine Gnade. Es geht nur um Gerechtigkeit. Er hat mir was angetan, also Gerechtigkeit. Da werden dann Dinge ausgegraben, die sind Jahrzehnte alt, die sind schon längst bereinigt, die werden wieder in die Schlagzeile geholt. Vielleicht funktioniere ich ja so auch. Es gibt Menschen, die können dir nach 30 Jahren sagen, an welchem Datum ihm irgendetwas angetan wurde. Die zweite Möglichkeit ist billige Gnade. Ich vergebe dem Täter, aber ich konfrontiere ihn nicht mit seiner Schuld. Das kann dann wirklich eine Ermutigung für den Täter sein, so weiterzumachen. Und dann gibt es noch verdiente Gnade. Das heißt, der Täter muss sich meine Gnade verdienen, indem er nämlich umfangreich bereut, indem er wieder gut macht. Und ich bestimme die Bedingungen, was er zu tun hat. Und ich setze auch fest, wann diese Bedingungen erfüllt sind. Hier setze ich mich als Mensch fast an Gottes Stelle. Und alle Arten dieser Vergebung berücksichtigen nicht die vertikale Dimension, um die es in Matthäus 318 geht. Und diese vertikale Dimension ist teure Gnade. Ich weiß, Gott hat mir vergeben. Das sollte hier bewusst sein und das allein befähigt mich dem anderen auch zu vergeben. Meine Schuld, die mir vergeben ist, ist immer größer als die Schuld, die ich zu vergeben habe. Das ist grundsätzlich so. Der Jesus greift es auf im äh Vater unser, vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern. Teure Gnade heißt aber auch Vergebung und Gerechtigkeit gehen Hand in Hand. Sie schließen sich nicht aus. Genauso wie Gott Barmherzigkeit und Gerechtigkeit miteinander in einer Person verbindet. Gott ist auf der einen Seite Liebe, aber auf der anderen Seite ist Gott in meinem Leben der Sünde gegenüber unerbitterlich und er ist zornig auf die zerstörende Kraft, die die Sünde in meinem Leben entfaltet. Es ist Sünde, die die Beziehung zu Gott zerstört hat. Es ist Sünde, die ständig die Beziehungen zwischen uns Menschen zerstört. Und es ist auch Sünde, die eine entfaltende zerstörende Kraft in meinem Charakter und in meinem Leben entfaltet. Und wenn Gott Gerechtigkeit fordert, dann nicht wie ich, um sich an Menschen zu rechen. Das ist oft dann mein Verständnis von Gerechtigkeit. Ja, nun habe ich ihm heim gezahlt. Nun ist gut. Gott, und das ist so anders, übt Gerechtigkeit aus Liebe. Gott geht es darum, dass Täter ihr Unrecht einsehen sollen und damit sollen auch zukünftige Opfer vor Leid bewahrt bleiben. Es gibt Situationen, wo selbst wir als Menschen zornig sind aus Liebe. Gibt’s nicht so häufig, aber die gibt es. Wenn der Vater seine Tochter ermahnt, lautstark, dass die Nachbarn es vielleicht hören, dass sie ihren Drogenkonsum sein lassen soll, weil sie ihr Leben damit kaputt macht, dann macht er das nicht aus Wut auf die Tochter, sondern er macht es aus Liebe zur Tochter und aus Wut gegenüber den Drogen Und genauso ist es bei Gott, dass er uns liebt, dass er Vergebung möchte, aber das schließt Gerechtigkeit nicht aus. Bei teurer Gnade reicht es nicht aus, Täter nur zu vergeben. Man muss auch auf das Unrecht hinweisen und dem Täter die Möglichkeit geben, sich zu verändern. Und deshalb redet die Bibel auch davon, dass Reue wichtig ist und sie zeigt, dass der Täter ein falsches Verhalten einsieht und sich von Gott verändern lassen muss und es hoffentlich auch will. Vergebung ist also kein Widerspruch zur Gerechtigkeit, sondern der erste Schritt, damit Gerechtigkeit geschieht. Wenn ich jemanden vom Herzen vergebe, weil er mich betrogen hat, dann heißt es trotzdem, er muss das veruntreute Geld zurückzahlen. Es kann trotzdem heißen, dass derjenige mittelfristig oder langfristig die Folge in einer zerstörten Beziehung tragen muss. Also, das heißt, wenn ich jemandem vergebe und das klang auch schon im Rahmenprogramm an, dann bringt es mir natürlich auch etwas und wenn ich es nicht tue, dann bringt es mir nichts. Wer von euch Jungs, kommt mal nach vorne. Ich habe mal eine Illustration. Da zeigt einer auf den anderen. Einen von euch brauche ich mal. Janni kommt. Genau. Super. Also, du musst gar nicht viel machen. Kannst einfach nur mal hier rüber kommen, um einfach eine Sache deutlich zu machen. Ich nehme dich mal in ein Lasso rein. So, jetzt kannst die Hände mal drüber backen. Genau. So, jetzt zieh es mal zu. Genau. Also das heißt, ich kann dem Jannik nicht vergeben. Ich halte ihn fest in meinem Hasslasso. Und wenn es dir gut geht, kannst du das mal, das brauchst du gar nicht zu spielen, dass es dir gut geht. Das sieht man, wenn ich ihn festhalte in diesem Hasslas, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, dann geht es mir schlecht. Und wenn es dem Hannik, wenn es dem Jannik schlecht geht, dann geht’s mir gut. Und wenn Jannik, geh mal einfach weiter irgendwo, wenn er irgendwo hingeht, ich muss immer irgendwie mit, also ich muss immer gedanklich dabei sein. Es muss ihm doch schlecht gehen, wenn ich ihm nicht vergeben habe. Wenn ich ihn aber aus diesem Hass lasso entlasse und jetzt sagst du, danke schön, wenn ich ihn aus diesem Hass lasse entlasse, darfst gerne auf deinen Platz wieder zurück. War nicht schlimm, ne? Nee. Ja. Ähm, dann bin ich plötzlich frei auch einen eigenen Weg zu gehen. Ich kann mich noch erinnern an den jungen Mann, der mir gesagt hat, ich mache das nur, um meinem Vater zu beweisen, dass ich nicht so bin, wie er denkt. Hier hat jemand sein sein Leben darauf aufgebaut. Ich muss es dem Vater beweisen, anstatt ihm zu vergeben. Und hätte er ihm vergeben, dann hätte er ihn aus diesem Lasso entlassen und er hätte seinen eigenen Weg gehen können. Das ist eine ganz praktische Auswirkung auch von Vergebung. Es macht mich frei von dem Ergehen des anderen. Das heißt, Vergebung kann mich enorm entlasten und mir helfen, meinen Weg wiederzugehen, ohne abhängig davon zu sein, dass es dem anderen möglichst schlecht gehen muss. Aber der eigentliche Sinn von Vergebung ist, dass meine Bereitschaft zur Vergebung, nenne ich es mal so, auch Hilfe für den Täter sein soll, seinen Weg zu verändern. Das ist eine Perspektive, die ich sehr oft gar nicht im Blick habe. Und das ist nur möglich, weil es einen Ort gibt, an dem Liebe auf der einen Seite und Gerechtigkeit auf der anderen Seite sich treffen. Und dieser Ort ist ein Kreuz, das in Jerusalem aufgestellt wurde und an dem Jesus Christus hing. Er hat stellvertretend dort für mich bezahlt. Er hat die Strafe, die Gerechtigkeit auf sich genommen. Deshalb wird Gott es nicht ein weiteres Mal von mir einfordern, wenn ich zu Jesus gehöre. Ein Gericht schickt mir keinen Vollstreckungsbescheid, wenn jemand anderes für mich bezahlt hat. Und Gott wird mir kein Anklageurteil mehr schicken, weil Jesus meine Schuld getragen hat, weil er die Gerechtigkeit erfüllt hat, kann Gott mir vergeben. Und deshalb muss ich selbst nicht mehr bezahlen. Diese Tatsache sollte mich jubeln lassen, dass ich in der Rolle von Steffen vergebungsbereit gegenüber Annas Schuld bin und sie nicht mehr in dem Sinne einforder zu diesem Zeitpunkt. Das war ja das Problem. Nur so kann meine Wunde heilen. Gott hat sich für mich zu Tode gelebt, erwartet, dass ich mit ihm ins Gespräch komme und dass ich zu ihm komme und dass ich ihm eine ganze Lebensschuld bringe. Ist konkret möglich übrigens, indem ich nach dem Gottesdienst hier vorne zu Mitarbeitern komme und vielleicht mit ihnen rede und bete. Ich kann eine Beziehung zu Gott beginnen. Das der erste Schritt. Und diese Beziehung wird das Wichtigste sein, wenn ich diese Erde dann bei meinem Tod verlasse. Einer leidet immer. Wenn ich diese Erde verlasse und keine Vergebung von Gott habe, dann komme ich an denen Ort, den die Bibel als Hölle beschreibt, nicht nur für eine begrenzte Zeit, sondern für immer. Und wir haben das gesehen, Liebe, Gerechtigkeit, das ist dann die gerechte Strafe dafür, dass ich ohne Gott gelebt habe. Denn wenn ich ohne Gott gelebt habe, dann werde ich auch ohne Gott sterben und dann werde ich auch die Ewigkeit ohne Gott verbringen. Und wir dürfen das nicht überlesen. Unser Text redet hier von den Folterknechten. Hölle ist ewige Folter. Und nur mit Jesus habe ich die Chance, diese Erde in Richtung ewiges Leben zu verlassen. Ohne Jesus lande ich, egal welchen Weg ich gehe, immer in der Hölle bei den Folterknechten. Deswegen ist es ein ganz ernstes, ganz ernster Text, von dem Jesus hier redet. Aber wenn ich zu Jesus gehöre, weiß ich ganz sicher, ich werde ihn sehen. Aber es geht bei dieser Beziehung zu Jesus nicht nur darum, auch wenn das der Schwerpunkt ist, dass ich ihn sehen werde, dass meine Ewigkeit sicher ist, sondern das hat Auswirkungen im Hier und Jetzt. Es hat Auswirkung in meinem Leben und eine Auswirkung ist meine Vergebungsbereitschaft, dass ich Leute nicht in mein Hassseil einbinde und gedanklich versuche sie zu verfolgen, sondern dass ich ihnen innerlich vergebe. Und wenn sie dann äußerlich zu mir kommen, kann ich diese Vergebung auch aussprechen, aber sie muss innerlich da sein. Das heißt nicht automatisch, dass jede Beziehung dann geheilt ist, aber es heißt, dass meine Wunde in mir beginnt zu heilen. Ich habe mit einer Frau gesprochen, deren Sohn von einem Auto überfahren wurde. Der Fahrer war volltrunken und sie wurde dann einer Trauergruppe zugeordnet. Diese Trauergruppe bestand aus Menschen, ist auch schon eine Weile her, die dadurch, dass bei einer Eishalle in Obersdorf, glaube ich, war, dass ein Dach eingebrochen ist, äh äh dann einfach einige Jugendliche zu Tode gekommen sind. Und sie sag du, ich war in dieser Trauergruppe eine ganze Zeit lang und irgendwann habe ich kapiert, um was es hier geht. Es geht immer nur um die Frage, wer ist Schuld? War das der Konstrukteur? Waren das die Leute, die für die Wartung zuständig war? Wer ist Schuld? Und sie sagt, so komme ich nicht weiter. Und sie hat entdeckt, der Schlüsselvergebung ist so wichtig. dass ich diesem Fahrer des Autos vergebe und dass ich weitergehen kann, dass ich ihn nicht in meinem Hassseil weiter festhalte. Was machst du mit dieser Predigt von heute morgen? Ich möchte dich bitten, geh mit deiner offenen Beziehungsrunde nicht wieder nach Hause. Ich habe es schon gesagt. Ich lade dich ein mit einem Mitarbeiter des Gebetsdienstes zu sprechen. Und wenn du Gottes Vergebung nicht kennst, dann wag diesen ersten Schritt, diesem Gott zu begegnen und zu erleben, wie das ist, dass er dir vergibt, so wie dieser König seinem Knecht vergeben hat. 100.000 Talente und dann wird’s noch herausfordernd genug, der Anne die Schuld nicht mehr nachzutragen und die Folgen selber zu übernehmen. Das ist Vergebung. Aber wenn die Anne dich dann später um Vergebung bittet, dann kannst du auch ihr Vergebung zusprechen, weil du in deinem eigenen Herzen dich dazu durchgerungen hast mit Gottes Kraft. oder wenn du der Täter bist, dann gehst du auf die Ahnen zu und dann sagst du, ich möchte dich bitten, vergib mir. Gott wartet auf dich. Das ist die gute Nachricht. Du darfst kommen, damit deine Wunde heute beginnen kann zu heilen. Und die Frage ist, worauf wartest du noch? Amen. Wir machen so, dass wir eine kurze Zeit nach dem Gottesdienst lassen, dass jeder einfach mal für sich überlegen kann, was hat Gott mir getan und wer ist meine Anne? Und dann wird der Rin den Gottesdienst beschließen. M. Ja, Thomas, vielen herzlichen Dank für deine Predigt, dein Vortrag. Ich glaube, wir haben sehr gut gelernt, was es bedeutet zu vergeben, was Vergebung bedeutet. Genauso wie die von mir eingangs erwähnte Abel, der ihr deren Tochter ermordet wurde. Dieser Mann, der Mörder, der sitzt nach wie vor im Gefängnis in den USA, in den Vereinigten Staaten, und wartet dort auf seine Hinrichtung. Und es hat mich überzeugt, dass was Thomas gesagt hat oder schön ist, das was Thomas gesagt hat, finden wir auch in einen solchem Artikel wieder. Natürlich wird in so einem Artikel nicht von Jesus gesprochen. Das geht in unserer heutigen Welt leider nicht. Aber wenn man zwischen den Zeilen liest, dann sieht man diese Frau, sie hat die Vergebung für sich auch angenommen. Nur deswegen konnte sie dem Mörder, den sie ganz oft besucht hat, so steht’s hier im Artikel, mit dem sie ganz ganz viele Gespräche geführt hat, einen Brief schreiben. darin schreibt sie: “Das heißt nicht, dass ich glaube, dass sie unschuldig sind, so wie Thomas es vorhin gesagt hat, aber ich habe verstanden, dass auch Sie ein Kind Gottes sind. Sie sind von Gottes Liebe umfangen selbst jetzt in ihrer Zelle.” Und sie setzt sich dafür ein, dass er nicht hingerichtet wird. Sie geht in die Gefängnis Gefängnisse und spricht mit ganz ganz vielen anderen Gefangenen und Häftlingen dort. Und wir können uns alle denken, worüber sie mit ihnen spricht. Sie bringt Ihnen Jesus näher. Das lese ich zwischen den Zeilen aus diesem Artikel. Und das ist das, was ihr ermöglicht, dass sie eben diesen diese Wunde heilt. Und diese Geschichte zeigt uns so wie die anderen Beispiele, die wir gehört haben, dass wir alle diese Vergebung brauchen. Und so wie sie schreibt, wir alle, alle Menschen hier sind umgeben von Gottes Liebe. Wir sind Gottes Geschöpfe. Wir sind seine Kinder. Aber wollen wir auch die Vaterschaft anerkennen? Nehen, nennen wir Gott unseren Vater. Und das ist das, was auch Thomas hier gesagt hat gerade eben schon. Wer diese Vaterschaft anerkennen möchte, wer Gott zu seinem Vater haben möchte, der kann gerne hier auf uns zukommen. Nachher stehen hier Mitarbeiter zur Verfügung und mit denen kann man dann darüber sprechen. Kommen Sie. Heute ist eine gute Gelegenheit dafür, um da mehr zu erfahren von ihm. Wir sind am Ende des Gottesdienstes angekommen und ja, wie in einer Gemeinde üblich, haben wir natürlich auch ein paar Ankündigungen, die jetzt nicht unbedingt Teil dieses Themas waren, aber die brauchen wir auch. Und der erste die erste Ankündigung, die kommt von Micha. Wo ist er? Da ist er. Genau. Okay. Ja, liebe Eltern, das ist jetzt ein harter Cut, aber das Lasso ist eigentlich ein ganz guter Aufhänger, denn ich möchte eure Kinder einfangen und zwar zur Wild West Kinderfreizeit in diesem Sommer. Ihr dürft’s gerne anwerfen und ich möchte da wirklich von ganzem Herzen Werbung dafür machen und habe mir drei Punkte aufgeschrieben, warum ich so überzeugt bin davon, dass Freizeitarbeit und das auch speziell die Kinderfreizeiten in unserer Gemeinde sehr wertvoll sind. Und das ist erstens, weil wir in die Persönlichkeit eurer Kinder investieren. Diese Woche das ist nicht einfach Betreuung und ihr parkt sie und könnt den Urlaub fahren. Das ist ein schöner Sideffekt, sondern wir machen uns ganz bewusst Gedanken über das Programm. und gucken, wie wir eure Kinder fördern können. Zweitens, weil es wertvolle Freundschaften in der Gemeinde ermöglicht. Wenn ich mir meine Freundschaften in der Gemeinde anschaue, dann würde ich sagen, dass ein ganz ganz großer Anteil auf diesen Freizeiten gebildet und fortgeführt wurde. Das macht einen Unterschied. Wenn ihr wollt, dass eure Kinder Freundschaften in der Gemeinde haben, dann schickt sie zur Kinderfreizeit. Und drittens, weil wir das Evangelium auf dieser Freizeit kindgerecht verkündigen. Gott verkündigt uns das Evangelium in einer Sprache, in der wir sie verstehen und deswegen wollen wir sie auch weitergeben an 8 bis 12jährige. Und dafür ist diese intensive Woche im Sommer eine wunderbare Möglichkeit. Deswegen nutzt diese Gelegenheit euch anzumelden. Die Freizeit ist vom 3. bis zum 9. August und ab heute liegen diese Freizeitpässe aus. Die dürft ihr ausfüllen und dann am besten direkt an JW@efa- Stuttgart schicken, also an den Jonathan, der zusammen mit mir die Freizeit leitet. Wir haben ab nächster Woche auch coole Flyer, wie ihr hier schon seht. Damit könnt ihr dann Freunde noch fleißig einladen und ich darf so viel sagen, seid schnell, plant euren Sommer vielleicht jetzt schon, denn die Erfahrung sagt, die Plätze werden nicht bis zum Schluss alle offen sein. Also herzliche Einladung zur White Westfreizeit auf der Kinderfreizeit äh auf der in den Sommerferien in diesem Jahr. Genau. Danke. Ja, dann darf ich noch die Nachmittagsbibelstunde ankündigen, die findet auch diesen Mittwoch wieder um 14:30 Uhr statt. Ja, das war ein herausforderndes Thema. Es war nicht ganz einfach jetzt auch für mich die einleitenden Worte zu finden und ja, es ist ein Thema, das uns alle angeht und alles alle berührt mit dramatischen Beispielen, die wir heute hatten. Das nächste Thema ähm bei dem nächsten Ampulsgottesdienst ist mehr als nur Worte. Die besondere Kraft bedingungsloser Liebe. Auch ein herausforderndes Thema. Sehr sehr spannend und dazu laden wir ganz ganz herzlich ein am 6. Juli Juli in diesen Räumen wieder hier um 10:30 Uhr. Wir wollen jetzt noch ein Lied gemeinsam singen. Wir haben in der Predigt gehört, was wir für einen Vater in unserem Gott haben. Einen, der als Vater uns als seine Kinder auch in Ewigkeit nicht lässt. Er wird immer da sein. Er wird immer anklopfen. Seine Liebe wird niemals aufhören. Er nimmt uns an die Hand und will auch in Zukunft für uns da sein. Dieses wird in diesem Lied deutlich. Gemeinsam hat uns Gott diese Zeit geschenkt, auch die Zeit, die wir jetzt hier miteinander hatten kon haben konnten. Und ja, lasst uns auch während des Lieds ein bisschen drüber nachdenken, was wir heute morgen gehört haben von Thomas. [Musik] hat uns diese Zeit geschätzt. Schau zurück. und sie was er für uns getan. Schon er die Schwierigkeit zum guten der große Gott. Wir beten ih. Wir tragen uns gefüht, behütet und beschirmt voll treu voll Liebe und Gut. Als Vater er sein Kind auf in Ewigkeit nicht lässt, bring nimmt er uns an der Hand. Zug frei uns sein. Wir haben es gesehen, dass Gottzen lässt ihr Tag. durch Freude und durch Traurigkeit. Als wunderschöner Raum, der Schenten fest, bist du bereit durch Gottes Wütigkeit, getragen und geführt, behütet und beschirmt voll Treue, voll Liebe und genug. Als er sein Kind auf in Ewigkeit ist, nimmt er uns an der Hand. Wir haben zug immer war es so wie ein für den in den Sturm und kauf manche träen doch niemals in die Sonne unter deinen Tag ohne Vergung gefunden zu haben. Die ist dir die Liebe in den anderen Gott hat uns diese Liebe geschätzt. Und gib die K die dich zu und geführt, behütet und beschirmt voll Treue, voll Liebe und Gut. Als Vater sein Kind auf in Ewigkeitlich bist, nimmt er uns an der Hand. Wir uns und frei uns sein. Zum Ende des Gottesdienstes würde ich euch gerne ein Segen vorlesen. Bitte steht dazu auf, wenn es möglich ist. Es steht in Hebräer 13, die Verse und 21. Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes. Er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. einen schönen Sonntag und eine gute Woche euch allen. [Musik] เฮ [Musik] เฮ เฮ [Musik] เ [Musik] Immer habe ich eine Sache vergessen, die hier drin Musiker macht nach sehr gerne, dass ihr das gemacht hab. Sehr gut.
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Datum: 11.05.2025
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