Segeln an der Côte d´Azur

[Musik] Servus und herzlich willkommen zu einem neuen Video. Wir brechen mal wieder auf zu einem kleinen Abenteuer hier an der Kotaür. Es ist Mai 2025, das Wetter ist ein bisschen instabil, aber wir werden mal sehen, was wir in den nächsten Tagen so erleben. Viel Spaß dabei. Wir starten mal wieder im altbekannten Hafen von Golf Jean auf unserer ebenso altbekannten Jana 1120 Nomade. Wir haben eingekauft und auch aufgetankt ist. Eigentlich könnte es dann auch losgehen, aber das Wetter ist an diesem Tag erstmal nicht so dolle. Los geht’s erstmal mit einem ordentlichen Gewitter hier. Da fahren wir lieber nicht raus und warten mal ab, wie sich das Wetter entwickelt. Ja, und hier mal wieder aus der Reihe, was per alten Boten zu beachten ist. Wir haben hier diese Jana 1120, gibt’s auch ein Bericht dazu und da sind hier eben alle so Hölzer, wo diese Dachfenster drauf geklebt sind von außen und natürlich ist das nicht mehr dicht. Das heißt, es tropft jetzt hier überall schön. Man sieht das schon hier im Hintergrund. Und wir haben überall Töpfe untergestellt. Sieht so aus, als ob uns das Wetter dann heute doch noch wohlgesonnen ist. Die Gewitter haben sich verzogen. Jetzt soll es auch erstmal ruhig bleiben. Das heißt, wir fahren jetzt raus zu den Inseln vor Kan die Ildöeras. Eine Sache, die noch mal richtig blöd war oder ist, unser Boot hat einen Bart. Es ist seit zwei Jahren nicht aus dem Wasser geholt und kaum bewegt worden. Ich glaube, das letzte Mal waren wir hier letztes Jahr drauf. Ja, und es sieht wirklich krass aus, was da unten drunter wächst. Eigentlich sollte es noch mal aus dem Wasser geholt werden, bevor wir jetzt losfahren. Hat aber nicht geklappt aus verschiedenen Gründen. So, und jetzt habe ich mir überlegt, was kann ich tun, wenn ich nicht da runtertauchen will in dem kalten Wasser? Und wir hatten eine Idee und zwar haben wir einen alten Festmacher genommen und vorne unters Boot gebracht, sodass die losen Enden jeweils an Steuerboard und Backboard nach oben zeigten. Und dann sind wir scharbend langsam nach hinten gelaufen in der Hoffnung, dass einige dieser Muscheln beseitigt werden. Wir haben also diese Leine, diesen Festmacher hier genommen, um das Boot unten sozusagen abzuputzen. Und man sieht schon, der ist da ganz schön aufgekratzt. Das heißt, ich hoffe, es hat ein bisschen was gebracht. Nach dieser Operation geht’s dann aber los und wir legen ab. [Musik] [Musik] [Musik] เฮ [Musik] [Musik] Unser erster Ankerspot hier führt uns zwischen die Ilderans. Da waren wir ja nun auch schon oft. Ähm hat ganz schön gewackelt unterwegs. Nach diesen Gewittern hat sich das mehr ordentlich aufgebaut, aber jetzt hier haben wir einigermaßen ruhiges Eckchen erwischt. Ich hoffe, das bleibt auch so. Und dafür ist halt auch gar nichts los, ne? Weil irgendwie traut sich keiner jetzt hierher nach diesen ganzen Gewittern. Aber sieht sehr schön aus. Der Tag endet mit leckeren gebratenen Pulpus, Muscheln in Weißweinsoße und natürlich demsprechenden Rosé dazu. Auch in diesem Jahr dürfen wir vor den Ilderinant wieder einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben. Unsere erste Nacht auf See bzw. Voranker hier zwischen den Rass. War sehr schön, auch relativ ruhig. Ich hätte befürchtet, dass es noch ein bisschen welliger ist nach den Gewittern, aber es geht natürlich schwankt wie immer, aber damit muss man leben. Und jetzt machen wir uns auf in Richtung San [Musik] Rafael. เฮ [Musik] Unser erster Segeltag war jetzt mal wieder ein bisschen motorlastig, aber jetzt zum Nachmittag hin kommt doch ein bisschen Wind auf hier auf unserem Weg nach Saint Rafael. Jetzt haben wir auch eine Zug Zusage bekommen für ein Plätzchen. Werden heute Nacht dort verbringen. Ich war noch nie da. Also mal was Neues. Das mit dem Rumpf und dem Dreck unterm Boot, das ist wirklich nicht so lustig. Aber immerhin mit etwas Wind. Wir kommen jetzt doch voran. Ich habe auch an unserem Ankerplatz noch ein bisschen geputzt und die gröbsten Barthaare entfernt. Na ja, mal schauen, vielleicht putzt sich ja jetzt mal ein bisschen von selbst. [Musik] س [Gelächter] place Hafen Santa Lucia in Rafael hat eine Nord und eine Südeinfahrt und man sollte vorher fragen, wo man denn rein muss, weil sonst ist man eine ganze Weile unterwegs. Die Leute sprechen hier übrigens auch Englisch und sind sehr, sehr hilfsbereit. Man sieht auch, dass dieser Hafen ein Stützpfunkt von von den Payot ist, denn hier steht ein Katamaran neben dem anderen und ja, soll wahrscheinlich verkauft oder verchart werden. Am Ende dann ein Hilfsbereiter Marinero und es geht ans Einparken. Nach Möglichkeit fahre ich immer ganz gerne rückwärts in diese Hafenbuchten hinein, die ich nicht kenne, weil man weiß ja nie, auf welcher Höhe am Ende der Liegeplatz ist. Und wenn der dann ganz hinten in der Ecke ist, ja, dann steht man da erstmal und wenn man rückwärts unterwegs ist, kann man dann nach Möglichkeit gleich da reinfahren. Allerdings und das ist auch hier wieder so, man weiß halt immer nicht, wo der Platz ist. Die Boote werden immer größer und man sieht irgendwie gar nicht so richtig die Lücken und so ist das auch diesmal ja ein bisschen schwierig, wenn man dann meistens ein bisschen zu spät einlenkt und dann korrigieren muss. In diesem Fall heißt das kurz vor der Angst noch mal vorwärts zu geben und hart nach Backboard zu lenken, damit das Heck wegkommt von diesem Schiff. Na ja, und dann gleich wieder rückwärts zu fahren und wenn kein Wind weht, dann ist das auch okay, weil entsprechend auch kein Abdrift vorhanden ist. Aber es ist dann doch immer so ein bisschen tricky und vor allem wenn links und rechts solche Pötte liegen mit auf Hochglanz poliertem Rumpf, na ja, dann will man natürlich auch nicht kaputt machen. So, das ist also der Hafen von Saint Rafael. Riesig, ja, wirklich fast unüberschaubar. Man läuft eine ganze Ecke. Alle sind wieder mal sehr, sehr freundlich. Kostenpunkt ist auch okay. Und ja, jetzt schauen wir uns hier mal um. Morgen werden wir auch hier bleiben, denn es wird sehr, sehr windig und ich möchte mit diesem Boot glaube ich jetzt lieber nicht in einen Sturm geraten. Auch wenn die vielen Restaurants hier im Hafen doch sehr touristisch ist, der Hafen selbst ist wirklich zu empfehlen, denn er hat alles, was man braucht, sicherlich auch, wenn man mal hier irgendwas reparieren oder renovieren lassen will. Die sanitären Einrichtungen sind auch richtig in Ordnung und insofern kann man es hier auch mal ganz gut aushalten. Da wir alle noch nicht hier waren, machen wir dann erstmal einen Rundgang durch die Stadt. [Musik] Hinter mir hier jetzt der alte Hafen Levoch Rafael. Der ist wirklich nicht sehr groß und ich nehme an hier liegen eine ganze Menge Dauerlieger, deshalb haben wir auch keinen Platz bekommen. Ist aber auch sehr nice und die Kosten ja die sind genauso hoch wie in dem anderen Buch Santa Luciautia, wie auch immer. [Musik] Heute ist erstmal Hafentag angesagt hier in nach Raapael, denn wie man vielleicht im Hintergrund hört, es heult ordentlich. Der Mistral hat eingesetzt und wir fahren da lieber nicht raus. werden jetzt hier ein bisschen spazieren gehen und unssehen. Dieser Spaziergang lohnt sich auf jeden Fall, denn direkt hinter dem Hafen beginnt ein Uferwanderweg, der uns in eine ja wirklich paradiesische Landschaft entführt. [Musik] Sieht so aus, als wären wir gerade noch rechtzeitig vom Strand zurückgekommen. Da hinten braut sich mächtig was zusammen. Ich glaube, das regnet gleich so richtig heftig. Das tut es dann auch, aber nicht hier. Und so können wir einfach nur die Schönheit dieses Naturspektakels [Musik] genießen. Am nächsten Tag verabschieden wir uns von unseren doch ziemlich massigen Nachbarboten, was man erst hier auf dem Video so richtig sieht. Und es geht wieder hinaus aufs Meer. [Musik] Lucia merci [Musik] auch เฮ [Musik] So, das Gewitter ist gestern schön an uns vorbeigezogen. Es gab nur ein paar Tropfen und jetzt, wie man sieht, ist es schon wieder strahlend. Dafür gibt’s heute etwas weniger Wind. Wir haben ein bisschen Motor dabei, aber wir kommen voran, trotz unseres schmutzigen Rumpfs und einfach mal wieder schön hier aufs Meer zu gucken. Die Sache mit dem Mistral ist natürlich, dass er eine Menge Wellen aufbaut, die auch eine Weile brauchen, bis sie sich wieder beruhigt haben. Und hier an der Cotesterell gibt es jetzt nicht so viele Rückzugsmöglichkeiten und unser Ankerplatz für diesen Tag war ziemlich rolly. So genießen wir die Aussicht und das Panorama hier eher im Nachhinein nach einem Drohnenflug und setzen unsere Fahrt bzw. unser Segeln in Richtung Mondelieu Lanapol fort. เฮ [Musik] เฮ [Musik] Der Hafen von Mondelieu Lanapool ist ziemlich groß und ich lasse mich dazu verleiten, hier vorwärts in die Boxengasse reinzufahren, weil ich denke, es wird schon genug Platz sein. Im Prinzip ist es das auch blöd, nur dass die Muringleinen speziell die von diesem Boot hier sehr sehr weit ins Wasser hineinragen und man drumrum zirkeln muss. Selbst dieses bisschen Wind von der Seite reicht dann aus, dass der Rumpf nicht wirklich rüberkommt. Na ja, und dann ist man wieder in dieser Situation, wo man kurz vorwärts geben muss. Genau. gegenlenken, damit eben der Rumpf oder bzw. das Heck hier rumkommt. Bugstrahlruder haben wir bei dem Boot natürlich auch nicht. Das heißt, man muss dann da immer so ein bisschen hin und her zirkeln und man sieht hier, der Rumpf wird von dem bisschen Wind dann auch gleich hier rüber an die Rofseite gedrückt. Ja, hier hat dann das Video leider seinen Geist aufgegeben, weil der Speicher voll war. Wir haben es irgendwie geschafft. So ganz elegant war es nicht zugegebenermaßen. Der Empfang hier in Mondel Lanapol ist super freundlich mal wieder wie fast überall. Ja, Preis ist natürlich ein bisschen höher als in Sapafel. Wir zahlen jetzt hier 63 € für eine Nacht. Letzte Nacht waren es 31 €. Da sieht man mal die Unterschiede und ja, ein bisschen Fluglärm haben wir auch, weil der Flughafen von Kan ist nicht so weit weg. ist aber glaube ich nicht so frequentiert. Tja, ansonsten sieht’s hier mal wieder sehr gut aus und wir freuen uns auf einen Abend in Mondelieu Lanapool. Zunächst wird aber mal genossen, was die Bordküche so hergibt. Zugegebenermaßen dieser Poulet wurde nicht hier an Bord so braun. Mondelieux Lanapol selbst ist wahrscheinlich nur halb so groß wie sein Yachthafen. Es gibt hier so eine kleine Piazza mit einer Reihe von Bars und es gibt ein Chatau. Dieses wurde von Künstlerhepaar Mary und Henry Clues aus Amerika in den 20er Jahren gekauft und aufwendig restauriert. Heute beherbergt es eine Künstlerstiftung, an der auch Artists in Residence teilnehmen können. [Musik] Am nächsten Morgen geht’s dann ans ablegen, was sich weniger stressig gestalt als das Anlegen. Allerdings auch hier. Ich führe in diesem Fall die Backboard Achterline mit, damit ich noch ein bisschen eindampfen kann und den Bug schon mal ein bisschen in Richtung Backboard bringe, denn man sieht hier am rechten oberen Rand die Fahnen. Es gibt immer noch diesen leichten Wind. Und da ist es schon mal gut, wenn das Boot in die richtige Richtung ausgerichtet ist, dann schnell ein bisschen Gas geben und hoffen, dass man nicht in diese ganzen Wo-Ringleinen gerät, die auch heute wieder ja weit ins Wasser hinein ragen. mal. [Musik] [Musik] Nach einem schönen Abend in Mondelun Lanapool mit etwas viel Alkohol sind wir jetzt hier rausgefahren gar nicht weit vor den Pla Lagi, Legy. Ich glaube, das ist der Felsen, der so aussieht wie eine Nadel. Deshalb heißt das Ganze hier so gut geschützt. Bisschen Wellen nur. Und hier verbringen wir jetzt mal ein bisschen Zeit. [Musik] [Musik] Ah. [Musik] Oh Mann, das war wieder so eine Nacht zum Vergessen. Echt, da hat man so einen schönen Abend Sonnenuntergang und alles und dann schaukelt es von allen Seiten. Hier zwischen den Inseln ist eben eine Strömung. Dann kommen aber die Wellen von hinten. Es klatscht gegens Boot. Also geschlafen haben wir eigentlich überhaupt nicht mal wieder. Na ja, wird noch mal umgeparkt morgens um 5 Uhr. Und jetzt geht’s dann aber auch schon mal langsam zurück zu unserem Ausgangshafen nach Golfbischung. So liegen Freud und Leid des Segelns wie immer sehr dicht beieinander. Und es ist wirklich ein Phänomen hier in an dieser Küste mit den vielen, vielen Motorbooten, dass die Wellen, die diese vor allem auch verursachen, von allen Seiten kommen und man hat manchmal wirklich so eine Art stehende Welle, durch die man dann durchschaukelt. Am Ende sind wir aber wieder gut nach Hause gekommen und es waren doch recht recht schöne Tage. Ja, und damit sind wir auch dieses Jahr wieder zurück von unserer kleinen Reise hier an der Kotasür. Ich hoffe, es hat euch wieder gefallen. Immerhin zwei neue Häfen waren dabei. Ich freue mich aufs nächste Mal. Im Juli bin ich nämlich wieder hier, dann mit großer Crew und großem Schiff. Da bin ich gespannt, was dann auf uns wartet. Bis dahin viel Spaß. Ciao [Musik]

Auch in diesem Jahr waren wir wieder an der Côte unterwegs. Mit St. Raphael und Mandelieu-La Napoule haben wir auch 2 neue Häfen angesteuert.

1 Comment

  1. Hallo Felix, vielen Dank für das interessante Video! Wann bist du wieder hier? Wir liegen gerade vor Le Lavandou auf unserem Segelboot Sorlandet. Vllt kann man sich ja mal treffen. LG Marlene & Helge

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