Heilbronn – die Wissensstadt – places to go

[Musik] Places to go. Hallo und herzlich willkommen bei Places to Go. Bei uns bekommt ihr jeden Freitag gleich doppelt, was der Name verspricht, nämlich interessante Orte für eure Reise und das auch noch to go. Also schön kompakt in unter 10 Minuten. Mein Name ist Katrin Sander und ich bin Inka Schmeling. Und Katrin und ich, wir sind beide Reisejournalistinnen und wir hosten das Portal playy.travel. Geht da gerne mal drauf. Ihr findet da jede Menge Tipps und könnt euch sogar euren auf euch zugeschnittenen Travel Guide da ausspielen lassen. Kostet nichts, geht ohne Download und auch ruckzuck. Thema bei uns heute ist Hilbronn am Necker. Und wenn ihr uns folgt, dann wisst ihr, dass wir die Stadt sehr mögen, sehr spannend finden. Wir haben ja schon eine Episode zu den Heilbron Basics gemacht mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Infos und außerdem noch eine Folge zum Thema Wein. Heilbron ist nämlich bekannt für seine Rotweine, umgeben von Reben und die Stadt hat gut 30 Weingüter, aber der Wein ist eben nur eines der großen Themen in der Stadt. Und das andere, das klingt vielleicht ein bisschen abstrakt, da lässt sich aber sehr konkret erfahren. Es geht um Heilbronnen als Wissensstadt. Und um jetzt mal zu zeigen, wo wir da stehen, das Institut der deutschen Wirtschaft, das hat Halbron vor einiger Zeit bescheinigt, dass die Stadt der zweitdynamischste Standort in Deutschland ist, nach Berlin. Also ganz weit vorne. Und wir fangen jetzt mal damit an, was hier eigentlich gerade passiert. Warum ist Halbron Wissensstatt? [Musik] Die ganz kurze Antwort darauf ist, weil sich hier einfach sehr, sehr viel tut, um Bildung, Forschung und Technologie, ganz besonders übrigens zum Thema KI miteinander zu vernetzen. Heilbronn ist eine der jüngsten Universitätsstädte in Deutschland und den offiziellen Titel, den hat die Stadt er seit Februar 2020. Damals hat die TU München einen Standort hier in Heilbron eröffnet und zwar auf dem Bildungskampus. Und dieser Bildungskampus, auf dem findet man über zehn Bildungsinstitutionen, sage ich mal, denn das sind nicht alles Hochschulen, sondern ganz verschiedene Stellen. Also von der dualen Hochschule Badenwürtemberberg über das Frauenhofer Institut, die renommierte ETH Zürich, ein Gründerzentrum, eine Programmierschule. Also das Ganze war wirklich von Anfang an geplant als so eine Art Bildungsökosystem. Lernende und Lehrende, die können und die sollen sich auch hier ganz bewusst vernetzen und austauschen. Also absolut nicht klein, klein und jeder für sich, sondern das Gegenteil. Ein Ort, an dem man diesen diesen Spirit, den du da gerade beschrieben hast, ganz schön sieht, das ist die Bibliothek. Die hat den schönen Namen Live. Das steht für lernen, informieren, vernetzen und das ist halt eben auch wieder ne so eine Bibliothek für alle, also wirklich sehr interdisziplinär gedacht und auch genutzt. Und als wir beide da durchgelaufen sind, da dachten wir direkt, okay, also so kann man also auch studieren. Sehr modern, sehr stylisch, eine riesige orangene Treppe, die die führt hier ja so schneckenfirmig, fast wie im Guckenheim Museum nach oben. Jeder kann da rein. Schaut euch das also auch gerne an, es lohnt sich echt. Und übrigens, bevor ihr jetzt hier mitschreibt, alle Tipps, die packen wir wie immer noch in unsere Showotes. Hinter dem Bildungskampus, da steht die Dieter Schwarzstiftung, die gerade im Bereich Bildung und Forschung viel in Halbronn investiert. Halbronn ist die Heimatstadt von Dieter Schwarz und sie investiert auch viel in ein Mega Projekt in Sachen KI. Das entsteht gerade am nördlichen Stadtrand von Halbron und heißt Ipai. Der IPI, das ist wirklich so eine Art Silicon Valley am Necker und die Abkürzung steht für Innovation Park for Artificial Intelligence. Wir reden gleich noch drüber, was man dort heute schon sehen und erleben kann. Jetzt kommen wir aber erstmal zu dem bekanntesten Wissensort der Stadt, denn Halbron hat auch das größte Science Center Deutschlands. [Musik] Die Experimenta, die steht wie so ein futuristischer Palast aus Glas und aus Stahl, direkt auf einer Insel im Necker, also im Herzen der Stadt. Und von weitem hat das fast was von dem von dem Kristall. Hier sind so verschiedene Ebenen so ein bisschen versetzt, übereinander geschichtet und innen gibt’s verschiedene Themenwelten. Mal geht’s um Wahrnehmung, mal um Wissenschaft, mal um Materialien und ihre Eigenschaften und zwar vom Sternenstaub bis zum Autowrack. Gut, 275 Stationen bietet die Experimente insgesamt und die alle auszuprobieren, das schafft man kaum. Aber was ich echt gut fand, es gibt so toll ausgearbeitete Tourenvorschläge, findet man auf der Website und da kann man sich dann eine Route aussuchen. Also je nachdem, ob ihr viel lesen möchtet, wie tief ihr eintauchen möchtet oder welche Themen ihr spannend findet oder aber natürlich, man kennt die Insider Tipps, die besten Stationen und deswegen sprechen wir jetzt mit Jan Bodenbänder, dem Kommunikationschef der Experimenter. Herr Bodenbänder, haben Sie denn eine Lieblingsstation? ist natürlich unglaublich schwierig aus einer Vielzahl von fast 300 Stationen eine rauszusuchen. Eine meiner Lieblingsstation ist in der Etage Weltblick, wo es darum geht, ähm wissen, wie wir die wie Menschen mit Wissenschaft und Technik gestalten. Das ist eigentlich ein Sandkasten, also wie den auch Kinder schon kennen und damit spielen können. Und wir haben diesen Sandkasten kombiniert mit einer Kamera und einer Projektion, die Augmented Reality Elemente schafft. Und durch diese Kombination können wir aus dem normalen Sandkasten äh ein Wetterstudio machen, sodass man durch Eingriffe, durch spielerisches Handhaben mit dem Sand dazu kommt, dass man Wetterphänomene erleben kann. Dem Thema KI hat auch die Experimente äh einen eigenen Raum gewidmet. Seit gut einem Jahr gibt’s einen speziellen Pavillon. Den kann man sogar ganz unabhängig besuchen. Man braucht da gar keinen Experimenticket dafür und kann dann da verschiedene KI Anwendungen ausprobieren, Gedichte schreiben z.B. Und dann steht ja mit dem IPI dieser riesige KI Hub in Halbronn und die Stadt zieht immer mehr Studierende an auch aus dem Ausland. Herr Bodenbänder, was ist denn ihr Tipp jetzt mal außerhalb der Experimente? Wo kann man die Wissensstadt Halbronn gut erleben? Was aktuell ein sehr sehr schöner Ort ist, an dem wir auch ein bisschen zumindest beteiligt sind als Experimenter, sind die EPI Spaces, also der Nukleus äh wo gerade schon der Ipai, der künftig auf der grünen Wiese entstehen wird, greifbar ist innerhalb der Stadt. Und da spürt man tatsächlich auch schon diesen Geist und den Spirit der Wissensstadt halb. Die EPI Spaces, das ist quasi sowas wie die wie die Vorhut des großen kreisrunden Ipai Campus. Der entsteht gerade noch auf dem Areal Steinecker, aber die Space ist im Stadtteil wohlgelegen. Die sind die sind schon im Betrieb und die haben auch ein eigenes Besucherzentrum, den IPI Living Room. Living Room, das klingt sehr gemütlich und ist auch gemütlich. Es gibt da ein hübsches Kaffee, aber vor allem ist es ein Ort, an dem man merkt, wie rasant sich Halbron in Sachen KI ganz vorne in Position bringt oder schon gebracht hat. Wenn ihr dahingeht, dann bekommt ihr Infos zu diesem gigantischen Campus, der entsteht, der ist mit dem IPAI Campus. Ihr könnt eine Mediathek nutzen, ihr könnt ein KI Kunstlabor besuchen und zweimal die Woche gibt’s auch Touren durch die Spaces. [Musik] Wir haben jetzt hier eigentlich die ganze Zeit ja sehr nach vorne geschaut. Forschung, Bildung, KI, Vernetzung und und überall tut sie hier was. Das hat HBron aber nicht erst seit 20 Jahren entdeckt, sondern dieses nach vorne denken, das das prägt die Stadt tatsächlich schon sehr lange. Ja, und man kann das richtig gut sehen im Otto Rettenmeierhaus. Das ist Halbrons Haus der Stadtgeschichte im Deutschhof und die Dauerausstellung dort, die heißt Halbron historisch und ist richtig clever gemacht, sehr interaktiv, also man kann da auch selber Sachen in Gang setzen und bewegen und man kriegt ein Gefühl dafür, dass Halbron schon im 19. Jahrhundert echt ein Innovator war in der Industrialisierung, z.B. in Maschinenbau, in der Papierindustrie. Das sind nur zwei Branchen, in denen Halbronn auch damals schon ganz früh sehr weit vorne war. Und wenn man sich das so ein bisschen verinnerlicht, dann merkt man, dass das, was jetzt mit KI passiert, eigentlich so eine ganz passende Fortschreibung ist. Also ein historischer Blick auf die auf die Wissensstadt Heon und einer, der auch wirklich hilft, finde ich, die Stadt noch ein bisschen besser kennenzulernen. Das geht natürlich auch prima mit unseren beiden anderen Podcast Folgen zu Halbronnen. Hört auch da gerne mal rein. Und wenn ihr nach Heybron kommt, dann freut euch hier auf eine richtig richtig schöne Kombi aus Wein, Wissen und Wasser am Necker. Ja. [Musik] Yeah.

Was die spannendsten Stationen in Deutschlands größtem Science Center, der experimenta, sind und wo in Heilbronn gerade eine Art europäisches Silicon Valley entsteht: Das erzählen dir Kathrin Sander und Inka Schmeling, die beiden Gründerinnen der Reise-Plattform plazy.travel, in dieser Episode über die Wissensstadt Heilbronn – wie immer in unter 10 Minuten.

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